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14.12.2016, 07:15 Uhr
Karin Wolff: Kunst- und Kultur in Hessen ist vielfältig und attraktiv - stiftet Verbundenheit und Identität
Das Kunst- und Kulturland Hessen war heute Gegenstand der Regierungserklärung von Staatsminister Boris Rhein unter dem Titel „70 Jahre Hessen – Kultur stiftet Identität, Verbundenheit und Vielfalt“. Die zuständige Sprecherin und Mitglied im Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Karin Wolff, erklärte dazu:
„Hessen ist ein Land mit einzigartigen Traditionen und bedeutenden kunst- und kulturhistorischen Schätzen. Museen, Theater und die freie Kulturszene genießen dabei unsere besondere Aufmerksamkeit. Sie legen Zeugnis ab von der kulturellen Lebendigkeit und Vielfalt Hessens. Sie stiften Identität und Verbundenheit. Dem fühlt sich auch die Kunst- und Kulturpolitik der CDU-geführten Landesregierung verpflichtet.

Die Staatstheater in Kassel, Wiesbaden und Darmstadt sowie die Hessischen Landesmuseen, die Schlösser und Gärten oder das UNESCO-Weltkulturerbe sind hierbei kulturelle Ankerpunkte unseres Landes. Die hessische Kunst- und Kulturförderung erstreckt sich jedoch über die Förderung der privaten Musikschulen, der Literatur, der freien Szene oder der privaten Museen und die Künstlerförderung auch auf die Fläche. Gerade dort, wo der demographische Wandel gewachsene Strukturen bedroht, kann ein vielfältiges kulturelles Angebot ein wichtiger Faktor sein – nicht nur, um Dorf- oder Stadtteilgemeinschaften zu stärken, sondern als Anziehungspunkt und Standortfaktor.

Alleine die drei Staatstheater in Kassel, Wiesbaden und Darmstadt werden mit rund 50 Millionen Euro pro Jahr unterstützt, die 2015 rund 745.000 Gäste verzeichnen konnten. In die Sanierung des 2014 wiedereröffneten Landesmuseums Darmstadt wurden 80 Millionen Euro investiert. Dort konnte im Mai dieses Jahres der 250.000ste Besucher begrüßt werden. Auch die Sanierung des kürzlich wiedereröffneten Landesmuseums Kassel wurde mit über 30 Millionen Euro unterstützt. Das Projekt ist Bestandteil der Schaffung einer „Museumslandschaft Kassel“, die vom Land mit über 200 Millionen Euro finanziert wird. Das bis 2019 laufende Kulturinvestitionsprogramm des Landes in Höhe von 10 Millionen Euro umfasst 28 Maßnahmen an 21 Standorten über Hessen verteilt. Durch das Investitionsprogramm für nationale UNESCO-Welterbestätten des Bundes werden vier der hessischen Welterbestätten – Kloster Lorsch, Grube Messel, Oberes Mittelrheintal und der Limes – mit insgesamt 15,5 Millionen Euro vom Bund gefördert, hinzu kommen rund 13,56 Millionen Euro Landesmittel.

Auch die Durchführung der „documenta 14“ im kommenden Jahr wird die hessische Metropole Kassel wieder in den Blickpunkt der weltweiten Kunstszene rücken. Hierfür hat das Land beste Strukturen geschaffen: Gemeinsam mit der Stadt Kassel trägt das Land das documenta-Archiv als Teil der „documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH“. Durch diesen Schritt, welcher die Weiterentwicklung des documenta-Archivs zu einem außeruniversitären Forschungsinstitut einleiten soll, wird die documenta, ihre Geschichte sowie der künstlerische Einfluss auch zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen erlebbar gemacht. Hierzu stellt das Land ab 2016 zusätzlich jährlich 500.000 Euro bereit. Die gesamte Landesförderung für die Jahre 2014 bis 2018 für die „documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH“ – einschließlich der bevorstehenden "documenta 14" – beläuft sich auf 10,3 Millionen Euro.

Ein anderes Kulturangebot, das in dieser Legislaturperiode eine neue Schwerpunktsetzung erfahren hat, ist die Soziokultur: Ab 2016 stellt die Landesregierung jährlich 700.000 Euro an Fördermitteln für die soziokulturelle Arbeit bereit. Damit wurde die finanzielle Ausstattung im Vergleich zu 2014 verdoppelt. Mit dem Projekt „Kulturkoffer“, das gemeinsam mit den Kommunen und privaten Förderern entwickelt wurde, werden gerade Kindern und Jugendlichen kostenfreie oder kostengünstige Angebote zur kulturellen Bildung bereitgestellt.

All dies belegt: Die CDU-geführte Landesregierung ist sich nicht nur ihrer Verantwortung für das künstlerische und kulturelle Erbe des Landes bewusst, sondern unterstützt seine Weiterentwicklung und ermöglicht nachwachsenden Generationen, eigene künstlerische Potentiale zu entdecken und zu entwickeln.“