Neuigkeiten/Presse
10.04.2018, 08:29 Uhr
Karin Wolff MdL: Anschluss der hessischen Schulen an die Digitalisierung sichern
- Hälfte der hessischen Schulen sind planbar mit Glasfaseranschlüssen versorgt
- Land stellt Schulträgern weitere 20 Millionen Euro zur Verfügung
- Hessen unter den Top 3 der Flächenländer in Deutschland
Über die Ausstattung der hessischen Schulen mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen berichtete heute Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Karin Wolff, die medienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, erklärte dazu:
 
„Die von der CDU-geführte Landesregierung sichert den Anschluss hessischer Schulen an die Digitalisierung. Denn die Schüler von heute sind die Fach- und Führungskräfte von morgen, die täglich mit den Herausforderungen einer digitalisierten Gesellschaft und Wirtschaft werden umgehen und eigene Ideen und Konzepte entwickeln werden. Ziel ist nicht der bloße Konsum, sondern ein mündiger, reflektierter und selbständiger Umgang mit neuen Medien sowie ein Blick für Risiken, vor allem aber auch Chancen digitaler Technologien. Die Schule ist hierfür eine zentrale Schnittstelle. ln den vergangenen beiden Jahren haben die Schulträger in Hessen mit Unterstützung von Bund und Land bereits rund 600 Glasfaserprojekte in Angriff nehmen können. Im Ergebnis sind damit etwa 1.000 der insgesamt knapp 2.000 hessischen Schulen planbar mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Das ist eine solide Ausgangslage. Für den Anschluss weiterer Schulen wird das Land den Schulträgern nun zusätzliche 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen. 
 
Hessen ist gut aufgestellt: Ende 2017 stand in rund 84 Prozent der hessischen Haushalte ein leistungsfähiger Breitbandanschluss mit mindestens 50 MBit/s im Download zur Verfügung. Innerhalb von vier Jahren hat sich damit die Versorgungsrate um über 20 Prozentpunkte verbessert. Das ist Verdienst der Politik auf Landesebene und in den Kommunen, aber vor allem auch der der Stadtwerke und Unternehmen in Hessen, die mit kreativen Modellen leistungsfähiges Breitband in die Fläche bringen.
 
Klar ist aber auch: Allein durch einen leistungsfähigen Anschluss wird kein Schulkind kompetenter im Umgang mit der Digitalisierung. Die Landesregierung hat deshalb in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um den Bereich der Lehrerbildung sowie Fortbildungs- und Beratungsangebote an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. So wurde die Medienbildung in der Novelle des Hessischen Schulgesetzes wie auch als fächerübergreifende Schlüsselkompetenz in den Bildungsstandards rechtlich verankert. In der Lehrerbildung konnte durch eine Kooperation mit den Universitäten eine Medienkompetenzförderung in allen Phasen der Lehrerbildung implementiert und die Integration digitaler Medien in die fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Ausbildung integriert werden. Zunehmend sollen in der Lehrerfortbildung neue Schwerpunkte auf die Bereiche Medienbildung und Digitalisierung gesetzt werden.
 
Es zeigt einmal mehr, dass wir mit einem breiten Instrumentarium, erheblichen Mitteln und voller Kraft den Ausbau vorantreiben: Hessen ist bereit für die Herausforderungen der Digitalisierung.“