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17.03.2018, 00:32 Uhr
CDU stellt sich gegen das Schwimmbadsterben im Landkreis Darmstadt-Dieburg – Ampel-Koalition hält Sonntagsreden, handelt aber nicht
Die CDU-Kreistagsfraktion Darmstadt-Dieburg bringt in die Kreistagssitzung am 23. April 2018 einen weiteren Antrag ein, um das Schwimmbadsterben im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufzuhalten. „Gerade als Schulträger und mit dem Anspruch ‚Jedes Kind soll schwimmen lernen‘ ist es auch unsere Aufgabe, dezentrale Schwimmangebote aufrecht zu erhalten und zu fördern“, erläutert der schulpolitische Sprecher Sebastian Sehlbach. Momentan drohe durch die Schließung des Trainingsbades in Dieburg im nächsten Jahr das Aus für den Schwimmunterricht an 22 Schulen in diesem Bereich. In Pfungstadt gibt es seit Jahren Diskussionen um den Bau eines neuen Schwimmbades und in Münster steht eine monatelange Sanierung mit vorübergehender Schließung an.
Bild: CDU Deutschlands
Daher haben die Christdemokraten bereits im Dezember 2016 einen Antrag für ein ‚Schulschwimmentwicklungskonzept für den Landkreis Darmstadt-Dieburg‘ gestellt. Ziel war es auch, die Fahrtzeiten zu den Schwimmbädern von den Schulen auf maximal 15 Minuten zu begrenzen. „Leider wurde dieser Antrag von der Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP abgelehnt und stattdessen ein abgemilderter und verwässerter Änderungsantrag beschlossen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Lutz Köhler. Allerdings ergibt sich aus diesem Beschluss die Möglichkeit, dass über die Sportförderung des Landkreises auch Investitionszuschüsse zum Bau von Frei-, Hallen-, Schul- oder Trainingsbädern gewährt werden können. „Nur hat die Ampel-Koalition seitdem weder die Förderrichtlinien angepasst, noch die maximale Fördersumme von 50.000 Euro erhöht. Deshalb haben wir nun beantragt, die Fördersumme auf 10 % der zuwendungsfähigen Kosten, höchstens jedoch 500.000 Euro zu erhöhen“, so Köhler weiter. „Ich hoffe, dass die Mehrheit des Kreistages unserem Antrag zustimmt, damit die Verantwortlichen in Pfungstadt, Dieburg und anderen Kommunen mit verbindlichen Zuschusszahlen planen können, denn gerade in Dieburg herrscht immenser Zeitdruck.“

Der Bau und die Unterhaltung von Schwimmbädern sind freiwillige Leistungen der Kommunen. Deshalb können die CDU-Kreispolitiker die Städte und Gemeinden verstehen, wenn sie sich diese immensen Kosten nicht alleine aufbürden wollen. „Gerade das Dieburger Modell mit einem Verein als Betreiber des Bades und der Idee der Pfungstädter CDU für einen Neubau auch einen Trägerverein zu gründen, sind Modelle, die wir als Landkreis unterstützen sollten. Es kann nicht sein, dass wir über eine halbe Milliarde Euro in die Sanierung unserer Schulen stecken, mehr als einhundert Millionen Euro für die Sporthallen aufwenden und dann kein Geld für die Schwimmbäder übrig bleibt. Auch wenn dies keine Pflichtaufgabe des Landkreises ist, darf er sich nicht einfach wegducken“, so Sehlbach und Köhler abschließend.

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