Neuigkeiten/Presse
28.11.2019, 12:40 Uhr
Bildungspolitikerin Mannes fordert Baden-Württemberg und Bayern zur Mitwirkung im Bildungsrat auf
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Mannes, Mitglied im Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung, fordert die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern auf, ihre ablehnende Haltung zu einer Mitwirkung im Nationalen Bildungsrat aufzugeben. 
„Alle politisch Verantwortlichen müssen ein Interesse an bestmöglicher Bildung in Deutschland haben. Der Nationale Bildungsrat soll Länder- und Bundesvertreter sowie externe Experten (Wissenschaftler und Praktiker) zusammenführen, die im Zusammenwirken Empfehlungen zur besseren Gestaltung der Bildungsangebote über die gesamte Bildungsbiographie eines Menschen hinweg erarbeiten sollen. Es ist nicht angedacht, dass der Nationale Bildungsrat in die einzelnen Länderkompetenzen eingreift und erst recht nicht, dass das Niveau der Schulbildung „nach unten“ angepasst werden soll. Schule solle weiterhin dezentral gesteuert werden. Es wird weiterhin den Ländern obliegen, wie sie die Empfehlungen des Bildungsrates umsetzen. Doch in den Zielsetzungen sollte es Einigkeit geben.“ so Mannes.
 
Bayern als Land mit anerkannt hohem Schulleistungsniveau könne sich hier gewinnbringend für alle einbringen. Zudem soll sich das Beratungsgremium Nationaler Bildungsrat in erster Linie gar nicht mit der Art des Schulunterrichts in den einzelnen Ländern befassen, sondern vielmehr mit den Themen der Transparenz und Vergleichbarkeit im Bildungswesen. Er soll nicht nur Schule, sondern die gesamte Bildungskette in den Blick nehmen und hier konkret Vorschläge erarbeiten, wie Schnittstellung und Übergange der verschiedenen Bildungsphasen besser aufeinander abgestimmt werden könnten. Die gemeinsamen Positionen sollen dann unter Einhaltung der Zuständigkeitsregeln und Verantwortungsbereichen weiterbearbeitet bzw. umgesetzt werden. Niemand wolle Bayern oder Baden-Württemberg zwingen, das Schulniveau abzusenken.
 
Die Verweigerungshaltung der beiden süddeutschen Länder gefährde notwendige Verbesserungen im Bildungsbereich in Deutschland. „Deutschland liegt bei internationalen Vergleichsstudien meist im Mittelfeld. Das entspricht nicht unserem Anspruch. Wir wollen und müssen besser werden. Das wird nur gelingen, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen“ so Mannes.