Neuigkeiten/Presse
22.10.2020, 12:27 Uhr
Besichtigung der Stadt Groß-Umstadt durch die Ortsvereinigung der Senioren Union Groß-Zimmern
Auch in Corona-Zeiten geht das Leben weiter. So machten sich 15 Mitglieder der Senioren- Union Groß-Zimmern mit Mundschutz und entsprechendem Abstand auf, um die Nachbarstadt Groß-Umstadt besser kennen zu lernen. Die Teilnehmerzahl war exakt die, die ein Fremdenführer informieren soll, so von der Stadt festgelegt, so dass alles gepasst hat.
Auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus wurde die Gruppe von Herrn Schlegelmilch in Empfang genommen und nach einer kurzen Einführung in die evangelische Kirche geführt. Da das Wetter etwas zu wünschen übrig ließ war der Aufenthalt im Trockenen sehr willkommen und man konnte entspannt und aufmerksam dem Fremdenführer lauschen.
Die Kirche steht auf dem Platz einer „Villa Rustica“, einem römischen Gutshof, der auch den Ursprung der Besiedlung darstellt. Der Weinbau hielt dadurch auch schon ganz früh Einzug in die Gegend am Fuße des Odenwaldes. Nach weiteren Erklärungen zum Kirchenbau und einer Führung durch die Kirche und den Chorraum ging es wieder auf den Marktplatz. Hier wurden den Besuchern die Front des Rathauses und der Säulenhalle ausführlich erklärt. Dabei wurde ausdrücklich auf die allegorischen Figuren der Justitia und der Prudentia hingewiesen. Des Weiteren gab es beim Blick über den Marktplatz zu den umliegenden Häusern noch einige Informationen, Anekdoten und Hinweise auf deren Entstehung und Geschichte. Der Krieg richtete in Groß-Umstadt keinen Schaden an, so dass die Altstadt voll erhalten blieb.
Da Groß-Umstadt auch bekannt dafür ist, dass es 5 Schlösser und 2 Adelshöfe gibt, begab man sich zuerst zum Darmstädter Schloss. Die jüdische Synagoge die es in Groß-Umstadt gab ist abgebaut worden und im Hessenpark Neu-Anspach wieder aufgebaut worden.  Ein Denkmal erinnert daran. Von da ging es dann zum Adelshof der Schelm von Bergen. Hier wurde in anschaulicher und kurzweiliger Weise erzählt wie die zu Ihrem Namen kamen. Dabei soll auch der Kaiser Barbarossa, der in Frankfurt weilte, eine Rolle gespielt haben. Durch enge Gassen ging es dann zum Wambolt‘schen und zum Pfälzer Schloss.
Nach der Besichtigung des Pfälzer Schlosses und ausführlichen Erläuterungen zu den übrigen Schlössern und Adelshöfen, verabschiedete sich der Fremdenführer von einer überaus aufmerksamen Besucherschar. Birgit Enders, die das ganze Organisiert hat, bedankte sich ihrerseits für die anschauliche und unterhaltsame, mit Geschichten und Geschichtchen gewürzte Stadtführung die auch sehr informativ war.
Den späten Nachmittag beschloss man dann in geselliger Runde in der Gaststätte „zum  Odenwald“.